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Bergtage 2025

An Maria Himmelfahrt haben wir uns um 8:00 in Wolkersdorf zur Hl. Messe getroffen. Nach kurzem Plaudern mit dem hocherfreuten Pfarrer ging es endlich los. Ziel war der Ötscher – bzw. erst mal Lackenhof, von wo aus die Wanderung starten sollte. In den Autos ist uns dank Rosenkranz und Icebreaker-Fragen nicht langweilig geworden. Wir haben beispielsweise voneinander erfahren, bei welchem biblischen Ereignis wir gern dabei gewesen wären und was wir als Letztes vor dem Einschlafen machen. Nachdem wir ein Auto nach Mitterbach gebracht hatten, gab Johannes noch eine Einweisung zu erster Hilfe, alpinen Gefahren und Rettungshelikopterlandungen.

980 Höhenmeter lagen am ersten Tag vor uns. Der Start war sehr kräftezehrend und schweißtreibend, aber der Gedanke an die Mittagspause trieb uns an. Nach einer stärkenden Mittagsjause und einem Impuls zur Frage „Wo sind deine Ankläger?“ von Maria waren wir schon bald beim Ötscherschutzhaus. Dort konnten wir einiges an Gepäck lassen und erleichtert zum Gipfel aufbrechen. Am Gratweg sind wir an atemberaubenden Landschaften vorbeigegangen – so auch an Penki, dem Ötscherbär. Am Gipfel haben wir die Gitalele zum Lobpreis gezückt – ein Highlight für den Tag. Im letzten Licht der Sonne haben wir den Weg hinunter zum Schutzhaus geschafft. Ein erfolgreicher erster Tag!

Der zweite Tag hat für Benjamin und Johannes früh begonnen. Um 4:20 sind sie schon in Dunkelheit zum Gipfel aufgebrochen, um dort den Sonnenaufgang zu sehen. Überglücklich kamen sie zurück, als die anderen gerade aufwachten. Gemeinsam sind wir frühstücken gegangen und dann auch schon aufgebrochen. Am Riffelsattel haben wir das Morgenlob gesungen und einen Impuls über Gottes- und Nächstenliebe von Johannes bekommen. Anschließend gab es einen steilen Abstieg, bei dem wir eifrig bemüht waren, uns – entsprechend dem Impuls – umeinander zu kümmern. Wunderschön waren dann die Ötschergräben entlang des Ötscherbachs. Trotzdem waren wir froh, als wir wieder auf einem breiteren Weg waren und besser nebeneinander gehen, reden und beten konnten. Schließlich mussten wir – angekommen in Mitterbach – Abschied von Teki und Jakob nehmen. Im Hotel Zuser freuten wir uns über den Freizeitraum mit Tischtennis, Billard und Tischfußball. Im Gemeinschaftsraum tauschten wir uns über den Impuls aus und spielten noch einige Runden Set, bevor wir nach den heutigen 17 Kilometern erschöpft in die Betten fielen.

Beim köstlichen Frühstücksbuffet stellten wir fest, dass es zu sehr regnete, um mit den Mountaincarts zu fahren. Daher beschlossen wir, direkt nach Mariazell statt auf die Gemeindealpe zu gehen. Nach dem Morgenlob in der Hauskapelle war der Regen schon etwas besänftigt und wir konnten in den Tag starten. Besonders nett war die Pilgergruppe, mit der wir am Weg „O Maria Hilf“ gesungen haben. In Mariazell freuten wir uns über die Hl. Messe, über die Möglichkeit, Kerzen anzuzünden sowie über Lebkuchen, Nusszelten und Kaffee.

Anschließend hieß es noch: Auto holen. Lukas und Johannes sollten sich mit dem Zug auf den Weg machen, um anschließend mit dem Auto den Rest der Gruppe in Mariazell abzuholen. Doch es kam anders: Auf dem Weg zum Bahnhof merkten sie, dass es für den geplanten Zug schon zu spät war und hüpften deshalb kurzerhand in einen Dampfzug, der gerade da stand. Er führte sie zwar nicht zum eigentlichen Zielbahnhof, jedoch immerhin zum Erlaufsee, wo die beiden ein Eis genossen. Somit holten schließlich die anderen drei das Auto und gabelten die beiden Abenteurer auf. Nachdem alle wieder vereint waren, folgte nur noch die Heimfahrt der erschöpften Wanderer, die sich nun schon auf das eigene Bett freuten.

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